11 Juni 2017

[Rezension] "Free at Last: verfallen" von Annie Stone

Autor: Annie Stone
Erscheinungstermin: 25. Mai 2016
Seitenanzahl: 198 Seiten
Verlag: CreateSpace
Preis: 7,94 €
ISBN: 978-1533449832

Hunter ist siebzehn, als er zurück nach San Diego zu seinem Dad zieht, der mit seiner neuen Freundin zusammenlebt. Er hat mit allem gerechnet. Nur nicht damit, dass er sich in sie verlieben würde. Hals über Kopf. Mackenzie ist fünfundzwanzig, als ihr Freund ihr eröffnet, dass seine zwei fast erwachsenen Söhne zu ihnen ziehen werden. Sie hat mit allem gerechnet. Nur nicht damit, dass die beiden sie hassen. Aus tiefster Seele. Aus Hass kann Freundschaft entstehen, doch was entsteht aus Liebe, die nicht erwidert wird?
(Cover und Inhalt Copyright by Annie Stone)

"Free at Last: Verfallen" von Annie Stone hat den perfekten Titel. Man verfällt dem Buch und somit Hunter auf jeden Fall. Auf den ersten Seiten war ich skeptisch. Wir lernen Hunter als eingebildeten, zu selbstbewussten Teenager kennen, der abwertend über Frauen denkt und sich wie ein richtiges Arschloch verhält. Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich immer mehr von ihm wollte. Die charakterliche Entwicklung von Hunter hat Annie Stone perfekt hinbekommen. Die Abneigung, die ich anfangs gegen ihn verspürte ist mit jedem Schritt, mit jeder Geste, mit jedem neuen Gedanken verflogen. Hunter hat sich verändert. Er ist zu einem humorvollen, einfühlsamen Mann geworden, der sein Selbstbewusstsein aber nicht verloren hat. Er weiß nur endlich, was für ein Mann er werden will. Mit dieser Charakterentwicklung wurde ich vollkommen überzeugt und möchte mehr von Hunter!

Mackenzie ist der Grund für diese Wandlung. Die jüngere Freundin seines Vaters. Sie ist 25 und auch von ihr war ich auf den ersten Seiten nicht ganz so überzeugt. Sie ist Therapeutin bei "Free at Last". Ein Ort, an dem Frauen, die Gewalt zum Opfer gefallen sind, Hilfe finden. Sie lässt sich von den beiden Söhnen ihres Freundes unterbuttern, tritt aber in dem Zentrum sehr stark und selbstbewusst auf. Das passte anfangs nicht ins Bild, aber das klärte sich dann auch auf, und als ihr Knoten geplatzt ist, erkennt man ihre vollkommene Stärke. Sie ist ein Charakter, wie ich ihn gerne habe. Liebenswert, stark und sie setzt sich für die ein, die es nicht selber können. Sie hat Humor und kümmert sich um Carey und Hunter, obwohl die beiden sie anfangs wirklich schlecht behandelt haben.

Die Geschichte ist auch anders als erwartet. Hunter, der mit seinem Bruder zu seinem Vater zieht und sich in dessen Freundin verliebt. Und Mac, die Carter liebt und sich mit Carey und Hunter arrangiert, sogar anfreundet. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Mac und von Hunter erzählt und in jedem wechselt der Schreibstil ein bisschen. Bei Hunter gibt es eine Besonderheit, er spricht zum Leser. Anders kann ich das nicht beschreiben. Das passt so gut zu seinem Charakter und ist nicht irritierend. Es passt einfach perfekt. Wir begleiten Hunter dabei, wie er erwachsen wird und über sein Leben nachdenkt, sein Verhalten und was er will. Durch Macs Vergangenheit und ihren Job kommt ein ernstes Thema in das Buch, was dem ganzen gleich noch ein bisschen mehr Tiefe verleiht. Die Message dahinter ist großartig. Verletzte Frauen die den Mut aufbringen ihr Leben zu ändern. Sei stark. Es geht natürlich auch heiß her und diese Grenze zwischen Mac und Hunter treibt einen in den Wahnsinn!

Annie Stone hat mich mit "Free at Last: Verfallen" mehr als überrascht. Anfangs war ich skeptisch, am Ende schlicht weg begeistert. Ich wollte und konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe mit Hunter mitgelitten.

Wertung:

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