19 Mai 2017

[Rezension] "Die Prophezeiung der Hawkweed" von Irena Brignull

Autor: Irena Brignull
Übersetzer: Sibylle Schmidt
Erscheinungstermin: 16. März 2017
Seitenanzahl: 400 Seiten
Verlag: Sauerländer
Preis: 17,99 €
ISBN: 978-3-7373-5424-0


Zwei Mädchen. Zwei Welten. Eine Prophezeiung
Ember und Poppy kommen in derselben finsteren Gewitternacht in weit voneinander entfernten Teilen des Landes zur Welt. Durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England.
Doch Poppy fliegt von jeder Schule, weil ihr dauernd seltsame Dinge passieren: Wenn sie wütend wird, zerspringen in ihrer Nähe Fensterscheiben oder Dinge fliegen durch den Raum. Ihre Mitschüler halten sie für einen Freak, und Poppys einzige Freunde sind die Katzen. Nur draußen vor der Stadt fühlt sie sich wirklich frei. 
Ember hingegen hat keine Ahnung, wie man die Kräfte der Natur heraufbeschwört oder einen Zauber ausspricht, und für das Leben im Wald bei den Frauen des Hexen-Clans ist sie zu zart und verletzlich.

Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmt, ahnen sie nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es einen Ort geben muss, an dem sie glücklich sind. Und dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen. Denn in irgendeiner Stadt im Süden ist Embers leibliche Mum gerade dabei, den Verstand zu verlieren. Und in den Wäldern im Norden formieren sich die Hexenclans für die letzte Schlacht um den Thron.
(Copyright by Fischer Verlag)

Der Klappentext klang so vielversprechend und auch das Cover hat mich direkt angesprochen, aber leider konnte mich das Buch so gar nicht von sich überzeugen. 

Angefangen mit den Protagonisten. Wir haben die Mädchen Poppy und Ember. Die beiden haben eine ganz besondere Verbindung und könnten unterschiedlicher nicht sein. Das Bild, was von Ember gezeigt wird, gefiel mir gar nicht. Sie war trotz ihrer Erlebnisse im Hexenlager immer fröhlich, nett und naiv. Natürlich kennt sie die Welt der Unwerten nicht und vieles ist neu für sie, aber ihre Wandlung am Ende kam bei mir nicht gut an. Es gab noch Mehrer Einzelheiten, die sie bei mir nicht sympathischer gemacht haben aber ich möchte euch nicht zu sehr Spoilern. Einzig ihre Freundschaft zu Poppy war ein Lichtblick. 

Poppy gefiel mir ganz gut. Sie ist die Außenseiterin, der das Leben schon übel mitgespielt hat. Sie hat immer wieder Probleme in der Schule, unterscheidet sich von den anderen Kindern und von ihrer Familie bekommt sie auch nicht die Liebe, die sie sich wünscht. Poppy macht eine Entwicklung durch, die mir gefällt. Sie akzeptiert ihr Wesen, versucht zu lernen und vor allem jedem zu helfen. Sie möchte das Beste für die Menschen, die ihr am Herzen liegen, egal ob sie sich dabei selber verletzt. Sie war für mich die Sympathieträgerin im Buch. Während man Poppy anmerkt, dass sie etwas Geheimnisvolles, Hexisches an sich hat, ist Ember ein Mädchen voller Hoffnungen und Träume. Neben den beiden gibt es natürlich auch noch andere wichtige Charaktere, aber einer spielt noch eine besondere Rolle. Leo, neben Poppy von Anfang an ein sympathischer Charakter, der durch sein Verhalten einiges einbüßt. Seine Gefühle konnte ich dann aber auch nicht mehr ernst nehmen.

Was mich aber am meisten gestört hat, war der Schreibstil. Er ist unglaublich frustrierend! Es gab so oft den Moment, wo ich mir mehr Details, genauere Beschreibungen, Gefühle, Gedanken, Gerüche gewünscht habe. Einfach mehr als ein Satz bestehend aus nichts. Ich konnte mich nicht in die Charaktere hineinversetzen, hatte keinen Zugang zu den Situationen und Gefühlen. Das Drama war kein Drama und ich konnte nichts, von dem was passierte, ernst nehmen. 

Die Geschichte hatte eigentlich Potenzial. Wenn mehr Gefühle, mehr Details dabei wären, sodass die Charaktere greifbarere gewesen wären und vor allem mehr Tiefe erlangt hätten, sähe die Wertung anders aus. Auch wenn ich mich mit dem Ende absolut nicht anfreunden kann! Die Autorin hat es auf den letzten 50 Seiten geschafft, die Handlung für mich inakzeptabel zu machen. Deshalb wird es auch nicht mehr als 1 Eulchen! Schade.

Wertung:


♥ Vielen Dank an den Sauerländer Verlag für das Rezensionsexemplar ♥


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